Terpene-Lexikon

    Myrcen

    β-Myrcen
    Beta-Myrcen

    Myrcen ist ein häufiges Monoterpen mit erdig-krautiger Aromatik. Es kommt in Cannabis sowie in Hopfen, Mango und Zitronengras vor.

    Überblick

    Myrcen gehört zu den häufigsten Terpenen in Cannabis und prägt viele schwere, körperbetonte Profile. Chemisch ist es ein azyklisches Monoterpen, das vor allem in frischen Blüten durch seine hohe Flüchtigkeit stark zur ersten Aromawahrnehmung beiträgt.

    Aroma & Geschmack
    erdig
    moschusartig
    krautig
    würzig
    balsamisch
    fruchtig
    tropisch
    Moschus

    Das Profil von Myrcen ist erdig, moschusartig und krautig. Dazu kommen würzige, leicht balsamische und dezent fruchtige Nuancen, die oft an reife tropische Früchte und feuchte Kräuter erinnern.

    Vorkommen

    Neben Cannabis findet sich Myrcen in Hopfen, Mango, wildem Thymian, Zitronengras, Petersilie und Lorbeer. In Pflanzen übernimmt es unter anderem Schutzfunktionen gegen Mikroorganismen.

    Effekte

    Myrcen wird häufig mit tief entspannenden, körperlich schweren und sedierenden Effekten in Verbindung gebracht. Im Kontext des Entourage-Effekts gilt es als typischer Marker für Sorten, die eher beruhigend, muskelentspannend und schlaffördernd wahrgenommen werden.

    Therapeutisches Potenzial

    Dem Terpen werden vor allem schmerzlindernde, entzündungshemmende, antiseptische und muskelrelaxierende Eigenschaften zugeschrieben. In terpenreichen Profilen wird Myrcen oft im Zusammenhang mit Schlaf, Regeneration und körperlicher Ruhe diskutiert.

    Typische Sorten

    White Widow, Blue Dream, Grape Ape, Cherry Pie OG, Granddaddy Purple und OG Kush.