Haze
Haze steht für die legendäre Sativa-Linie aus Santa Cruz. Genetik aus Mexiko, Kolumbien, Südindien und Thailand. Terpinolen prägt das zitrisch holzige Profil. Moderne Hybride blühen meist 9 bis 12 Wochen.

Überblick
Haze ist eine der prägenden Linien der Sativa-Welt und stammt historisch aus Santa Cruz in Kalifornien. Die ursprüngliche Linie gilt als reine Sativa. Im Laufe der Zeit entstanden daraus viele Hybride, die eben alltagstauglicher wurden. Typisch sind hohe THC-Werte von etwa 20 bis 28 Prozent und ein sehr niedriger CBD-Anteil. Die Effekte werden häufig als eher zerebral und anregend beschrieben, abhängig vom jeweiligen Phänotyp und vom Umfeld.
Legendäre Sativa-Linie mit Wurzeln in Santa Cruz. Terpinolen dominiert das zitrisch würzige Aroma mit Holz und Kräutern. THC meist 20 bis 28 Prozent, CBD sehr niedrig. Moderne Hybride reifen in 9 bis 12 Wochen.
Geschmack und Aroma
Das Profil ist komplex und wirkt vielschichtig. Erst kommen helle Zitrusnoten, dazu ein Hauch Kräuter und Kiefer. Im Hintergrund liegen Holz, Pfeffer und ein leicht erdiger Ton. Manche Selektionen bringen süßliche Beeren und einen Eindruck von Weihrauch mit. Insgesamt wirkt das Ganze klar, frisch und zugleich tief. Nicht laut, eher elegant. Beim Ausatmen bleibt oft ein würziger Nachhall, der eben lange stehen kann.
Terpenprofil
In echten Haze-Linien dominiert Terpinolen. Dieses Terpen liefert die typische Mischung aus zitrischen, blumigen, fruchtigen und leicht harzigen Facetten. Daneben spielt Myrcen eine wichtige Rolle und stützt die erdige Basis. Beta Caryophyllen setzt die pfeffrige Spitze und sorgt für den würzigen Tail. Pinen bringt die frische Kiefern Note hinein und hellt das Profil spürbar auf. Limonen ist häufig gut vertreten und verstärkt die zitrische Klarheit. Insgesamt entsteht dadurch ein Duftbild, das einfach wiedererkennbar ist und sich beim sorgfältigen Curing deutlich vertieft.
Genetik und Herkunft
Die Original Haze entstand in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren an der kalifornischen Küste. Verantwortlich waren die als Haze Brothers bekannten Züchter. Die Basis ist ein vielschichtiger Mix aus mexikanischer und kolumbianischer Landrasse, später mit südindischer Sativa bestäubt und schließlich mit einer thailändischen Landrasse ergänzt. Daraus entstanden zahlreiche Phänotypen, die sich in Farbe, Duft und Reifezeit unterscheiden. Später wanderten die Linien nach Europa, wo Sam the Skunkman und Neville Schoenmakers sie bewahrten und für den Indoor Anbau anpassten. Viele moderne Kultivare leiten sich direkt aus diesem Fundus ab.
Anbau Eckdaten
Haze gilt nach wie vor als anspruchsvoll. Reine oder stark sativadominante Pflanzen können draußen sehr groß werden, drinnen benötigen sie frühzeitiges Training wie eben SCROG oder LST. Die Originallinie brauchte teils 14 bis 20 Wochen bis zur Reife. Moderne Haze Hybride liegen meist bei 9 bis 12 Wochen. Das ist deutlich kompakter und macht die Linie für kontrollierte Umgebungen einfach praktikabler. Indoor sind mittelgroße Pflanzen mit langer Internodienstruktur üblich. Ein moderates Nährstoffregime hilft, denn zu viel Stickstoff in der Blüte nimmt die Sorte schnell übel. Ein stabiles Klima, gute Luftführung und Geduld zahlen sich aus. Beim Trocknen und anschließenden langsamen Curing bleiben die flüchtigen Monoterpene besser erhalten. So wirkt das Terpenprofil am Ende runder und tiefer.
Indoor und Outdoor
Unter guten Bedingungen funktioniert beides. Indoor punktet mit der besseren Steuerbarkeit der langen Blüte. Outdoor braucht es ein warmes, eher trockenes Spätherbstfenster. In nördlichen Lagen sind kurze Hybride im Vorteil. Autoflower Varianten existieren ebenfalls und verkürzen den Gesamtzyklus spürbar, ohne das typische Profil komplett aufzugeben.
Anbau-Eckdaten dienen nur der Information. Eigenanbau ist nur dort erlaubt, wo gesetzlich gestattet.
FAQ
Ist Haze eine reine Sativa
Die ursprüngliche Original Haze ist als reine Sativa einzuordnen. Viele aktuelle Haze Sorten sind jedoch Hybridformen mit deutlicher Sativa Dominanz.
Wie lange dauert die Blüte
Je nach Linie reichen etwa 9 bis 12 Wochen bei modernen Hybriden. Sehr sativalastige Selektionen können deutlich länger benötigen.
Welche Terpene sind typisch
Kennzeichnend ist Terpinolen. Häufig finden sich außerdem Myrcen, Beta Caryophyllen, Pinen und Limonen in relevanten Anteilen.
Eignet sich Haze für Einsteiger
Nur bedingt. Die Sorte reagiert empfindlich auf Überdüngung und benötigt eben Geduld sowie ein stabiles Umfeld, besonders in der späten Blüte.
